5. Juli 2025
Kartenzahlung mit Smartphone annehmen: So akzeptieren Händler digitale Zahlungen ohne Kartengerät
Immer mehr Kunden möchten bargeldlos bezahlen – auch bei kleineren Händlern. Dank neuer Technologien ist es möglich, Kartenzahlungen ganz einfach mit dem eigenen Smartphone zu akzeptieren – ohne zusätzliches Kartenlesegerät.
Warum Kartenzahlung im Einzelhandel unverzichtbar wird
Laut der aktuellen EHI-Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2025“ wird der Umsatzanteil von Bargeld im stationären Handel weiterhin zunehmend von den bargeldlosen Zahlungsmethoden verdrängt. Verbraucher erwarten heute, mit Girocard/Debitkarte, Kreditkarte oder Smartphone bezahlen zu können – unkompliziert, kontaktlos und schnell. Dennoch verzichten viele kleinere Händler (trotz drohender Umsatzeinbußen) weiterhin auf Kartenzahlung, häufig aus Sorge vor Kosten, Technikaufwand oder langer Vertragsbindung. Dabei gibt es mittlerweile Zahlungslösungen, die kein Kartenlesegerät mehr erfordern und den Händlern niedrige Einstiegshürden bieten, u.a. auch durch niedrige oder auch nicht vorhandene monatliche Fixkosten.
Wie Händler Kartenzahlung mit dem Smartphone akzeptieren können
Möglich wird dies durch sogenannte SoftPOS-Apps oder Tap-to-Pay-Funktionen: Dabei fungiert das eigene Smartphone als Bezahlterminal. Kunden halten ihre Karte oder ihr Smartphone einfach an das Smartphone des Händlers. Die Zahlung wird kontaktlos verarbeitet, ganz ohne zusätzliche Hardware.
Diese Methode eignet sich insbesondere für Händler, die bislang noch keine Kartenzahlung angeboten haben, da sie kostengünstig, flexibel und schnell einsatzbereit ist.
Vorteile für kleinere Unternehmen und mobile Verkaufsstellen
Die Akzeptanz von Kartenzahlung über das Smartphone bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich:
- Keine Hardware-Anschaffung: Keine Investitionen in klassische Kartenterminals
- Flexibilität: Zahlungen können mobil und ortsunabhängig angenommen werden – z. B. auf Wochenmärkten, bei Lieferungen oder Pop-Up-Store-Verkäufen
- Schneller Einstieg: Apps sind in der Regel innerhalb weniger Minuten einsatzbereit
- Keine Fixkosten: SoftPOS-Angebote kommen häufig ohne monatliche Grundgebühren aus, da die Miete für ein separates Terminal entfällt
- Zukunftssicherheit: Immer mehr Kunden erwarten Kartenzahlung – besonders bei Beträgen über 10 €
Diese Lösung bietet sich daher besonders für Unternehmen an, die bisher nur Barzahlung anbieten und nach einer schlanken Einstiegsmöglichkeit suchen.
Welche Technik dafür erforderlich ist
Um die genannten Vorteile wie Mobilität, geringer finanzieller Aufwand und einfache Einrichtung nutzen zu können, sind nur wenige technische Voraussetzungen für den Start zu erfüllen:
- Ein Smartphone mit NFC-Technologie (iPhones ab Modell XS oder moderne Android-Geräte mit aktuellem Betriebssystem)
- Eine SoftPOS-kompatible App eines Zahlungsdienstleisters
- Eine Registrierung und Verifizierung beim Anbieter der Zahlungslösung
Ein separates Kartenlesegerät, ein Drucker oder andere Zusatzhardware sind nicht notwendig. Damit sinken die Einstiegskosten deutlich.
Wie sicher ist das Bezahlen per Smartphone für Händler und Kunden?
Sicherheitsbedenken sind häufig ein Grund für Zurückhaltung beim Thema Kartenzahlung. Bei zertifizierten SoftPOS-Anbietern gelten jedoch dieselben Standards wie bei klassischen Terminals:
- PCI-DSS-Konformität (Sicherheitsstandards der Kreditkartenindustrie)
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
- Keine Speicherung sensibler Daten auf dem Gerät
- DSGVO-konforme Verarbeitung von Transaktionsdaten
Für Händler bedeutet dies: Die Transaktionen sind rechtlich und technisch abgesichert, sofern ein verlässlicher Anbieter gewählt wird.
Welche Anbieter Kartenzahlung per Smartphone ermöglichen
Im europäischen Markt haben sich verschiedene Anbieter etabliert, die Kartenzahlung per Smartphone ermöglichen. Dazu zählen unter anderem folgende zertifizierte und verlässliche Partner:
- Viva.com | Terminal app (Android- und iOS-App, unterstützt Tap to Pay auf dem iPhone)
- Pay with ME (QR-Code-Lösung)
- Beyond SoftPOS (Android-App)
- SumUp (Android- und iOS-App, Tap to Pay auf dem iPhone)
- Nexi SoftPOS (Android- und iOS-App, Tap to Pay ab iPhone XS)
- Commerz Globalpay GP tom (Android- und iOS-App, Tap to Pay ab iPhone XS)
- Paymix SoftPOS (Android-App)
Die Gebühren für Debit- und Kreditkarten liegen bei 0,55 - 1,69 % pro Transaktion. In der Regel gibt es keine Fixkosten oder Vertragslaufzeiten.
Fazit: Einstieg ohne Kartenleser – eine echte Option für viele Händler
Die Kartenzahlung über das eigene Smartphone ist eine einfache, kostengünstige, sichere und sehr flexible Lösung, die gerade für kleinere Betriebe oder mobile Verkäufer attraktiv ist. Wer bisher nur Bargeld akzeptiert, kann mit dieser Methode schnell den nächsten Schritt gehen – ganz ohne Investition in zusätzliche Hardware.
Vor dem Hintergrund steigender Kundenerwartungen ist dies nicht nur eine praktische Ergänzung, sondern kann auch ein echter Wettbewerbsvorteil sein.
Quellen:
https://www.ehi.org/themen/payment/kartenumsatz-steigt-mobiles-bezahlen-ist-trend/
https://www.visa.de/uber-visa/newsroom/press-releases.3353212.html
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